Lyrik

Willkommen im Lyrik-Bereich, einem Ort für Worte, die berühren.
Hier finden Sie Gedichte, die zum Nachdenken anregen, Geschichten erzählen und Emotionen wecken.
Lassen Sie sich inspirieren – oder werden Sie selbst kreativ!

Reichen Sie Ihre eigenen lyrischen Werke ein und teilen Sie Ihre Gedanken und Gefühle mit unserer Community.

Denn Poesie verbindet und schafft Raum für Ausdruck

Unsere Autorenrichtline zum Download:

Ralph Tiede - Einsame Bergbesteigung

Gipfelstürmer, Pfademacher.
Hoch! Rauf! Zum himmelsnahen Blick.
Nur Kiefern, kahl. Dornsträucher, flacher,
mich schrammen. Doch zum Glück:

So weite Sicht. Auf tristes Land
zwar: Bedrückend trostlos, frostergraut.
Blau aber über meiner Hand:
Klar, leuchtend, grenzenlos, vertraut.

Tief eingeatmet. Regt und nährt,
weckt Hoffnung, einst verscharrt;
wild aufwärts strebt, nun kehrt
zurück. Nicht sicher, ob sie narrt.

Trotz! Fester Schritt dem Tal entgegen,
voll Mut, wie neu geboren, stärkt.
Stolz schreite ich auf besten Wegen.
Bin sicher: Bald bemerkt.

Karin Diehl - Ich entwickle Sein

Ich entwickle Sein
Ich habe gerade erst wirklich begonnen
Ich sehe das Ziel
Freiheit!
Ich habe gerade erst wirklich begonnen
„Warum nicht schon eher ?“, fragt die Melancholie
Freiheit!
Du bist es der sich sich nähert!
„Warum nicht schon eher ?“, fragt die Melancholie.
Wie gut das ich begonnen habe!
Du bist es der ich sich nähert!
Die Aufbruchsstimmung ist Freude
Wie gut das ich begonnen habe!
Erleichterung beflügelt mich
Die Aufbruchsstimmung ist Freude
Das Glück ist mit mir!
Erleichterung beflügelt mich
Ich sehe das Ziel
Das Glück ist mit mir!
Ich entwickle Sein

Jens Harms - Ideen

Ideen,
gibt’s wie Sand am Meer,
es muss was neues her,
ist die Idee da,
"Hurra",
nun kommt es darauf an was man daraus macht,
aus eben einen bunten Frühlingsgarten

Daher lautet unser Motto
– das Alte mit exzellenter Qualität gewährleisten,
das Neue zulassen und schrittweise zu einer neuen Qualität entwickeln


Jens Harms - Mitteilung

Was Du nicht kommunizieren kannst und willst,
stelle ins Intra- und Internet,
schreibe ein Mail,
fass mich nicht an,
mach mich nicht nass,
lass Dir den Eingang bestätigen,
Lesebestätigung -„gelesen und verstanden“,
oder neu - "Mag nicht, nicht erwünscht",
keine weitere Kommunikation und Nachfrage erforderlich,
eben „Non-Kommunikation“,
die schlechteste, am weitesten verbreitete Kommunikationsform,
statt Papierversion,
sei ökologisch - umweltbewusst,
man sagt auch „Nachhaltig“ dazu,
kein Verbrauch biologischer Ressourcen,
keinen Wald roden,
keinen Baum fällen,
keinen Lebensraum für die Tierwelt vernichten,
eben klimaneutral,sagt man,
„wer´s glaubt wird selig“,
trillern die Waldvögel,
man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht,
und auf der Fußzeile des Briefpapier,
prangert das imprägnierte Logo des „grünen Umweltbaum“
Prost Mahlzeit.

Jens Harms - Liebe ohne i-Punkt

Liebe ohne i-Punkt,
wo ist der Punkt auf dem i – geblieben?
wo bist Du hin?
Du hast den Blumenstrauss mitgenommen,
mir kein Wasser gegeben,
ausgetrocknet hast Du mich,
dem Verfall hingegeben,
den Lebensraum vernichtet,
meine Blätter fallen aus,
mein Kopf hängt,
Wann kommst Du?
„Nein das geht jetzt nicht“,
wenn ich Dir wichtig oder nützlich bin,
wirst Du kommen,
wenn ich Dir unwichtig und nicht mehr nützlich bin,
wirst Du nicht kommen,
so ist das !
Dir egal,ob ich verdörre,
ohne Blätter als Gerippe zusammenfalle,
Du bist ein gewissenloses Unwesen.

Jens Harms - Veränderung

das Leben ist eine Inkonstante,
Veränderung benötigt ein klares Ziel,
als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen,
daß alles um mich herum nur eine Aufforderung zum wachsen ist.
Heute nenne ich es Reife, Freude und Demut,
denn sogar Sterne kollidieren und es entstehen neue Welten,
man nennt es Universum,
Weisheit des Herzens und der Liebe,
denn nur die Liebe zählt,
Veränderung braucht einen klaren Kopf.

Jens Harms - Augenblick

Augen-Blick,
Die Poesie des Augen- Blick,
Sehen,
Magische Momente,
Universum,
und ultrakurz vergänglich,
weniger als ein Moment,
ein Funke,
die kleinste Einheit des Sein,
ein Bild ist ein Moment,
ohne es zu werten,
Achtsam,
einmalig schnell und vergänglich.

Jens Harms - Mensch

es gibt kein Selbst,
das haben wir alle gemeinsam,
es gibt nur den Trieb,
das ist unsere Schnittmenge,
damit verlierst Du an Einmaligkeit,
sei Du selbst,
liebe Dein Leben

Jens Harms - Unwilligkeit

Unwillgkeit,
ist nicht nicht motiviert,
nicht wollen,
nicht mögen,
„nein“ statt „ja“
individuell und übergeordnet,
keine Motivation,
kein Energie,
kein Reiz
kein Motiv
kein Grund,
kein Zugewinn,
von der Unwilligkeit zur Willigkeit ist es ein langer Weg,
wie vom „Nein“ zum „Ja“,
wesentlich länger  als vom „Ja“ zum „Nein“,
Unwilligkeit ist das Gegenteil von Willigkeit
wie das „Nein“ vom „Ja“,
von der Bereitschaft,
zum "Ja",
zur Bejahung,
zur Freude.

Jens Harms - Zweisamkeit

Die Beziehung,

der Altersunterschied,
eine Zeitreise,
die Liebe und Verbundenheit,
ein Tanz,
holen wir uns ab,
ich bin bei Dir, Du bei mir
Nimm Du mich mit, ich hole Dich ab,
die Gegenwart,
die Vergangenheit und die Zukunft.

Jens Harms - Das Paket

UPS,DHL,DPD,
mach schnell,
welch Dilemma immer schneller,
das Paket ist nicht da,
welch ein Schreck,
es ist schon weg,
ich schaue nervös und gestresst auf die App,
der Transportdienst ist weg,
nun ist es da – Hurra,
doch es ist keiner da,
welch Dilemma,
immer schneller.

Jens Harms - Navigation

zeig mir den Weg,
du bist so schräg,
hast immer das erste und das letzte Wort
Du gibst vor,
ich geh nach,
wie ein blinder Passagier sitze ich hier,
Du bist der Pilot,
ich der Idiot,
Du lenkst mich,
das macht mich irre,
Du diktierst,
ich kann dir nicht anworten
nur passiv dir trotzen
freundlich sein wie deine Stimme,
doch dann halte ich inne,
jetzt sei gehorsam und höre auf zu motzen
und der freundlichen Stimme zu trotzen.

Jens Harms - Die Idee

der Zufall ist der imaginäre Bruchteil einer Sekunde,
der kleinsten vorstellbaren Zeiteinheit,
eines Moment von mitentscheidender  Lebensbedeutung,
die Idee,
eine Eingabe des Universums,
beim Bewusstwerden vergleichbar einer Schwangerschaft,
es wächst und gedeiht,
bläst sich immer mehr auf,
wird immer größer und will wachsen,
erzeugt Wehen,
will „raus“ und geboren werden.
Die Geburt kommt nicht von unten,
sondern von oben, von innen heraus,
und wird durch deine Sinne zu einer Realität,
sehen, hören, riechen, tasten,
so sensibel wie ein Kind,
so empfindlich wie Babyhaut,
so will es auch gepflegt und geachtet werden,
wenn die Idee das Licht der Erde erblickt hat,
es muss weiter wachsen und gedeihen,
bis zu dem Zeitpunkt,
an dem Du es loslassen kannst.

Jens Harms - Gezwitscher

Ich bin ein Vogel,
ein bunter,
immer munter,
komm selten runter,
die Zeit läuft runter,
es wird immer bunter,
„time is space“, „space is time“,
die Zeit vergeht ,
und heilt alle Wunden,
eine Narbe bleibt,
in meinem Federkleid

Jens Harms - Hurra, ich bin

mit 0 Jahren noch nicht, nur molekular da,
mit 1 Jahr bin ich wahr,
mit 10 Jahren ein kindlicher Narr,
mit 20 Jahren ein Schul- oder Studikind da,
mit 30 Jahren verknallter Star,
mit 40 Jahren unverändert da,
mit 50 Jahren wunderbar träge da,
mit 60 Jahren man sagt „ein Alter“
mit 70 Jahren vielleicht ein Rentner
mit 80 Jahren ein Grenzer
mit 90 Jahren ein überlebender Gebrauchsgegenstand
mit 100 Jahren an der Schallmauer da

Jens Harms - Im Leben ist nur eines sicher...

der Tod
man stelle sich diesen limitierten Zeitstrahl vor,
es gibt weder Vergangenheit, noch gewisse Zukunft,
nur  Gegenwart – das einzig reale Lebensmoment,
„Hier und Jetzt“.
Also lebe, - und zwar jetzt.